Ein Großdorsch aus der Müritz?

Kein großer Dorsch, aber ein naher Verwandter, welcher diesem sehr ähnlich sieht, wurde mit einem außergewöhnlichen Gewicht von 3,1 kg auf der Müritz gefangen.
Fischer Jörg Jaenisch traute seinen Augen nicht, als er das außergewöhnliche Exemplar einer Quappe in seinem Stellnetz hatte. 
Quappen sind in den letzten Jahren recht selten geworden und erreichen meist nur ein Gewicht unter 1 kg. Sie sind die einzigen Vertreter der Familie der Dorsche im Süßwasser. Typisches Erkennungsmerkmal ist ein Kinnbartfaden, also eine Bartel am Unterkiefer.
Normalerweise werden Quappen nicht in Stellnetzen gefangen. Da dieses außergewöhnliche Exemplar in dem Netz auch völlig unverletzt blieb, konnte das Aquarium des Müritzeums es übernehmen.
Nach einigen Wochen Quarantäne und Eingewöhnung wurde das Tier in den Flusslauf des Schaubereiches eingesetzt. Zusammen mit einem kleineren Artgenossen sowie Barschen, Zandern und Bleien kann es nun von den Besuchern bestaunt werden. Etwas Geduld und eine gute Beobachtungsgabe sind jedoch notwendig, um das Tier zu sehen. Als nachtaktive Räuber verstecken sich Quappen am Tag unter Steinen oder im Wasser befindlichem Holz.

Foto: Werner Fiedler